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ASSI

(Minimum 1 D, 4 H)

„An die Umwelt! Da wir beide nicht mehr wert sind als unsere Klamotten und das macht gerade mal knappe 15 Euro, wenn man die geklauten Teile dazuzählt, wollen wir euch nicht länger mit uns belasten. Wir kosten Geld und geben nichts zurück. Das wird sich auch nicht ändern. Wir werden bis zum Ende unserer Lebens ein Vermögen von euch bekommen. Aber wir haben es nicht verdient. Wir sind und bleiben Versager.“

Assi erzählt die Liebesgeschichte zweier Jugendlicher. Jan lernt Lisa kennen, die von einer Schülergruppe einmal wöchentlich bedroht und zur Herausgabe ihres Taschengeldes gezwungen wird. Während Lisa versucht, sich zu wehren, hat Jan es bisher geschafft, seine desolaten Familienverhältnisse zu verbergen und niemandem aufzufallen. Durch Lisa gerät Jan in die Aufmerksamkeit der Jungen. Es ist klar, dass er von jetzt ab den gleichen Verfolgungen ausgesetzt ist. Er überredet Lisa, einen Selbstmord vorzutäuschen und zu verschwinden. Assi beschreibt ein Klima, in dem ausschliesslich Haben oder nicht Haben über Anerkennung entscheiden. Assi vermeidet bewusst die Darstellung eines Milieus. Assi verschränkt aus dem TV bekannte Formate mit der Handlung. So ist nie ganz klar, ob das, was auf der Bühne stattfindet, Realität ist oder Fiktion.

Nominiert für den Baden-Württembergischen Jugendtheaterpreis 2006.


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