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EISKALT

(1 D, 1 H, 3 Trickfilmstimmen)

„Fünfzehn Minuten nach deinem letzten Atemzug. Legen Fliegen ihre Eier in deine Augenhöhlen. In Nasenlöcher und Mund. Aus den Eiern schlüpfen Maden. Die fressen sich durch die Haut. Käfer ernähren sich von den Haaren. Und am Ende. Wenn kein Fleisch mehr übrig ist. Schwirrt eine Biene vorbei. Vielleicht. Und baut ihr Wabennest unter dein Brustbein.“

Was ist Einsamkeit? Wie hält man sich selbst aus? Kann Stille tödlich sein?

11. November. Erste Regentropfen. Beginnender Herbststurm. Er verlässt die Wohnung nicht mehr, will nicht, daß das Leben Muster auf ihm zeichnet. Sie muss hinaus, denn es stürmt. Ihn beschäftigen die Dinge, die sie ihm mitbringen könnte. Sie wandert durch die leeren Straßen, findet nichts, was es lohnt, den Weg zu unterbrechen und kehrt Stunden später klatschnass mit leeren Händen zurück.

Eiskalt erzählt die Geschichte einer unmöglichen Beziehung. In der geschlossenen Situation eines kargen Wohnraums verhandeln ER und SIE ihr „Leben“. Die Welt um sie herum scheint ausgestorben. Das Stück verwischt die Grenzen zwischen Realem und der Innenwelt seiner Protagonisten. Es bleibt offen, ob es sich bei ihrem Zusammentreffen um Wunsch, Phantasie oder Erinnerung handelt.

Teilnahme am Dramalab von Uni-t Graz für den Retzhofer Literaturpreis, szenische Lesungen auf Schloss Retzhof (Regie: Boyer) und am Staatstheater Mainz (Regie: Baumeister)


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