„Ein Fest mit einer Schlägerei anzufangen ist widernatürlich. Eine Schlägerei kommt zum Schluss, so gehört sich das.“

2025, Uraufführung am Theater Regensburg

Text: Lutz Hübner und Sarah Nemitz Regie: Antje Thoms Dramaturgie: Maxi Ratzkowski Bühne: Ute Radler Kostüme: Lucia Becker Sounddesign: Lisa Birkenbach Fotos: Sylvain Guillot

Mit: Kathrin Berg, Michael Heuberger, Gabriel Kähler, Thomas Mehlhorn, Jonas Julian Niemann, Sophie Juliana Pollack, Katharina Solzbacher, Guido Wachter, Natascha Weigang und dem Cantemus Chor

“Gab es nicht irgendwann mal rote Linien?

Ein Mann gewährte in den 1940er-Jahren zwei jüdischen Schwestern Unterschlupf und rettete sie so vor den Nazis. Die wenig bekannte Tat soll jetzt eine verspätete Ehrung erhalten. In Rücksprache mit dem Stadtteilbüro und der jüdischen Gemeinde wird die Idee entwickelt, eine Gedenktafel an dem Ort des Geschehens anzubringen. Aber ist überhaupt Platz an der Fassade? Und wer soll die Tafel pflegen? Fragen über Fragen, die aber auch neue Ideen hervorbringen: Man könnte das Ganze doch mit einem großen Straßenfest verbinden – bunt, divers und antifaschistisch. Derweil erfahren die Hausbewohner*innen von der geplanten Gedenktafel und nicht nur mit ihnen entwickelt sich eine hitzige Debatte, mit der so niemand gerechnet hat. Denn eigentlich wollten alle doch nur alles richtig machen, aber wie funktioniert das in angespannten politischen Zeiten, ohne dabei jemanden auszuschließen? Reicht ein gedeckter Tisch in der Mitte der Straße an einem sonnigen Sonntag mit Musik und leckerem Essen, um Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die sich ansonsten aus dem Weg gehen?

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