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Endidyll (Honigkuchen-Trilogie Nr.1)

2007, Uraufführung von Trainingslager. Koproduktion mit Theater Winkelwiese Zürich, Tuchlaube Aarau. Gefördert durch Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Pro Helvetia, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Migros Kulturprozent, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Kulturstiftung Winterthur, Ernst Göhner Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung, Abteilung Kulturelles Stadt Bern, Amt für Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern.

Text: Jens Nielsen * Ausstattung: Marcella Maichle * Lichtdesign: Michael Omlin * Assistenz: Jana Heilmann * Produktion: Michael Röhrenbach * Mit: Uta Köbernick, Vivianne Mösli, Dominique Müller, Hansruedi Twerenbold *


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Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Kreuzworträtseln, Haustiere füttern, Frühstücken, einen Ausflug machen. Eine intakte Familie. Doch die Mutter kann sich plötzlich nicht mehr daran erinnern, wann sie geheiratet hat. Der Sohn dreht seinen Kopf um hundertachtzig Grad und glaubt, er sei die Eule Fritz. Die Tochter übt sich im Speerweitwurf, um Gott nahe zu sein. Der Vater erfährt in einem Telefonat die Nachricht von seinem bevorstehenden Tod und ruft zur Familienkonferenz. Die Zeit springt wie eine kaputte Uhr.

„Bis hingegen ein Stein von einem andern etwas lernt / Geschweige denn überhaupt Kontakt mit ihm aufnehmen kann / Da kann es schon recht lange dauern / Erdzeitalter lange / Aber irgendwann wird es zwingend geschehen“


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Winkel-Gespräch mit Stephan Roppel

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Presse:

Manchmal ist eine Empfehlung zu schwach. Jens Nielsens Stück um eine vierköpfige Familie, die so gewöhnlich ist wie absurd, so mustergültig wie miserabel, so wirklichkeitsgetreu wie grenzenlos irreal, verdient eine Beschwörung: Lassen Sie sich als Familienangehörige - die Sie unweigerlich sind, selbst wenn Sie keine (mehr) haben - verstricken in die verwandtschaftlichen Bande der Geschichte, die von einem nach Zürich ausgewanderten Aargauer schön schräg erfunden ist, unter der Regie von Antje Thoms souverän uraufgeführt und von einem nie neben sich stehenden Darstellerquartett facettenreich vor Augen geführt wird! (cwe, NZZ)

In Jens Nielsens «Endidyll», einem sprachexplosiven Abgesang auf die Familie, herrscht permanente Rutschgefahr. Aber so schräg das Stück ist, es hält. «Endidyll» tönt dramatisch, man erwartet Schreckliches: das Ende der Idylle - oder täuscht man sich und Nielsen beschert sie uns sogar? Beides trifft zu. Die Familie könnte chaotischer, zerfahrener nicht sein, aber gerade so sorgt sie für so viel Heiterkeit, dass das Publikum das Theater frohgemut verlässt. Grandios, wer dieses akrobatische Stück zu spielen vermag. Die neu konstituierte Gruppe «Trainingslager» schafft es unter der Regie von Antje Thoms locker-leicht. Kein Patzer, kein Durchhänger, 80 Minuten lang. Chapeau! (Wüst, SFD)

“Endidyll” ist Teletubbies für Erwachsene, debil und gleichsam Welt erklärend… Dabei wird das Spiel ständig wieder gebrochen, dass Brecht wie die Dadaisten ihre helle Freude daran hätten. Ein Kunstkonstrukt, das bleibende Eindrücke hinterlässt - zuallererst in den Mundwinkeln. (Frochaux, P.S.)

Die Regie von Antje Thoms wickelt charmant das Publikum um den Finger. Auf der schräg abfallenden Holzbühne, begrenzt durch ein überdimensioniertes Fenster, dessen Vorhang geschlossen bleibt, bis der Vater in die ewigen Jagdgründe eingeht und sich zu ausgestopften Steinböcken gesellt, verleiht sie im Verbund mit den hinreissenden SpielerInnen der Raffinesse des Stücks die nötige Bodenhaftung. «Endidyll» ist ein Theaterleckerbissen: und das gerade deshalb, weil das Risiko nicht gescheut wird, das heiter dahinschwebende Spiel von der Unheimlichkeit des Alltäglichen zu inszenieren. Nicht verpassen. (Wirz, Mittellandzeitung)

Vorweg: Das war etwas vom Besten, Unterhaltsamsten, Lustigsten, Klügsten und Schrägsten was ich je auf einer Bühne gesehen habe - “Endidyll” von Jens Nielsen: Ein Feuerwerk an absurdem Witz, dargeboten in einer sehr lakonischen Inszenierung, von einem Ensemble, dessen überbordende Spielfreude sich sogleich auf das Publikum überträgt – kaum je hat man so laut und lang gelacht im Theater; ein Lachen aber, das immer den Willen birgt, einem im Hals stecken zu bleiben. Zum Besuch wird dringendst geraten, nicht verpassen! (Pirelli, kulturteil.ch)

(Fotos auf dieser Seite: © Lydia Lymbourides)

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