„Die Inszenierung ist Psycho-Spektakel und Multimedia-Freakshow mit hohem Unterhaltungswert, Rocky-Horror mit existenziellem Tiefgang, Panoptikum und Pandemonion. Das gesamte Ensemble ist mit erschreckend intensiver Expressivität bei der Sache.“

2019, Inszenierung am Deutschen Theater Göttingen

Text: nach Georg Büchner, Song und Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brenan Regie: Antje Thoms Dramaturgie: Jascha Fendel Ausstattung: Ute Radler Kostüme: Mascha Schubert Musikalische Leitung: Michael Frei Fotos: Thomas M. Jauk / Stage-Picture

Mit: Andreas Jeßing, Marco Matthes, Daniel Mühe, Volker Muthmann, Alma Nossek, Andrea Strube, Christoph Türkay, Gaia Vogel und Lucile Chaubard, Rolf Denecke, Michael Frei, Hans Kaul, Rolf Rasch, Anton Säckl, Manfred von der Emde, sowie Greta Berkemeier, Daniel Hampe, Ralf Sepan, Felix von Nostitz-Wallwitz

„Alles Arbeit unter der Sonn, sogar Schweiß im Schlaf.“

Woyzeck und Marie leben in prekären Verhältnissen am unteren Ende einer Gesellschaft, in der Wenige alles besitzen. Getrieben vom Kampf um das Auskommen, sozial isoliert und ohne reale Aufstiegschancen, verrichtet Woyzeck gehorsam alle Gelegenheitsarbeiten, lässt die Experimente des Doktors über sich ergehen, reibt sich wund an der trostlosen Enge eines Lebens, in der sich einzurichten ihm nicht gelingen will. Mangelnder Schlaf, rastlose Arbeit, andauernder Druck, Maries Begegnung mit dem Tambourmajour, in der in ihr kurz eine Ahnung von einem sorgloseren Leben aufblitzt – das alles ist zu viel.

Erniedrigung, Einsamkeit, Rausch, Verlust, Wut, Wahn…

Woyzeck ermordet Marie. Büchner beschreibt in „Woyzeck“ beispielhaft, wie hierarchische Gesellschaftsstrukturen, in denen eine Elite aus bloßer Langeweile Menschen quält, demütigt und zerstört, ein Prekariat erzeugen, dass seinem Schicksal nicht entkommen kann. Büchner spielt durch, wie äußere Umstände im schlimmsten Fall zu einem völligen Verlust von Würde und in Folge zu einem brutalen Mord führen können, der – leider ebenfalls folgerichtig – die Falsche(n) trifft.

Vorgeführt wie ein dressiertes Tier

Eines der bedrückendsten Dramen der deutschen Theatergeschichte wurde von den Premierengästen mit anhaltendem Applaus und vereinzelten Bravo-Rufen goutiert. Wie ein dressiertes Tier wird Woyzeck, den Volker Muthmann mit verstörend devoter Hilflosigkeit verkörpert, ein- und vorgeführt. Verhöhnt und erniedrigt bricht sich die Psychose Bahn. Zärtlich-traurigen Momenten folgt schließlich das Desaster. Das Dramenfragment wird zum Psychogramm einer fragmentierten und gequälten Seele. Der Song „Misery is the river of the world“ ist Programm. Obszöne Gesten unterstreichen die Obszönität der Gesellschaft, honigsüße Songs verstärken die Bitterkeit des Geschehens. Das heruntergekommene Zimmer mit Wäscheständer und einem Couchtisch voller Flaschen dreht sich immer wieder, um der Band Platz zu machen. Die erscheint mal mit Tiermasken, dann mit Schädeln vor der Stirn, in schwarzen Federn oder Goldglimmer. Das Bühnenkarussell spiegelt auch Woyzecks zunehmenden Schwindel beim Abgleiten in den Wahn wider. Die Inszenierung ist Psycho-Spektakel und Multimedia-Freakshow mit hohem Unterhaltungswert, Rocky-Horror mit existenziellem Tiefgang, Panoptikum und Pandemonion. Das gesamte Ensemble ist mit erschreckend intensiver Expressivität, vollem Stimm- und Körpereinsatz bei der Sache. Bizarre Traumgestalten taumeln über die Bühne, die schrillen Kostüme wirken wie die Explosion des begehbaren Kleiderschranks einer Drag-Queen. Beeindruckend spielt die sechsköpfige Band den Seelen-Soundtrack, die Geburt einer Psychose, untermalt vom Geist der Musik. „Das Stück ist wild und geil und spannend. Es bringt einen dazu, Angst um die Figuren zu bekommen und über das eigene Leben nachzudenken. Ich schätze, mehr kann man von einem Stück nicht verlangen“, hat Tom Waits selbst gesagt. Das gilt auch für die gelungene Inszenierung.

Existentielle Horrorshow

Schon die erste musikalische Ansage „Misery is the river oft the world“ mag nichts beschönigen. Das Elend bleibt nicht nur im Fluss. Es zeigt sich zunehmend hässlich und brutaler. Schmerzhaft wütet das Drama des ewig geschundenen Underdogs in der Inszenierung von Antje Thoms, der Abgesang eines Gefangenen nimmt seinen unerbittlichen Verlauf in den Wahn der schrillen Bilder, in denen sich auch die mörderische Verzweiflung entlädt. Büchners Soldat gehört als Roadie einer Band auch hier zum Fußvolk, das auf Kommando springt und kriecht. Das Gesicht von Volker Muthmann verbirgt jede Regung und jeden Aufschrei, noch verweigert er eine Innensicht, was all die Zumutungen und Verletzungen anrichten, die sich hinter der Showkulisse backstage fortsetzen. After-Show-Müll stapelt sich auf dem zerschlissenen Sofa und neben dem Wäscheständer, zwischen hastigen Kostümwechseln, abschätzigen Blicken und kurzen Verschnaufpausen vor der nächsten Nummer. Es bleibt bei den flüchtigen Begegnungen Woyzecks mit seiner Marie und ihrem Kind, wo für Sehnsüchte und zärtliche Nähe schon lange kein Platz mehr ist, sondern nur für noch mehr Arbeit, auf dass es irgendwann für das gemeinsame Existenzminimum reicht. Umso lieber lässt sich Marie von diesem aufgeblasenen Tambourmajor verführen, der als unschlagbar eitler Macho die Show beherrscht und nach attraktivem Frischfleisch lauert. Hinter der scheinbar stoischen Fassade Woyzecks rumoren jetzt die Stimmen, die all dem ein Ende setzen wollen, den höllischen Fratzen mit ihren gierigen Visagen und dieser existenziellen Horrorshow mit ihren Qualen. An seiner Seite verweilt jetzt nur noch Karl, dem Gaia Vogel die Gestalt eines stummen Geistes gibt, der diese Welt nicht mehr begreift, die er mit Blicken und Gesten wieder berührbar machen will. Schrill und bizarr variieren nicht nur die Masken der Schauspieler, wenn sie die Bösartigkeiten ihrer Figuren in die schaurige Groteske treiben. Auch die Musiker erinnern an Gestalten einer Horrorshow, wenn sie die Bühne mit den aufrührenden Songs von Tom Waits fluten, die Woyzecks Drama mit so viel Schmerz und Wut, Melancholie und Trauer leidenschaftlich aufladen. Leidenschaftlich aufgeladen, wild und exzessiv ist die Stimmung auch in diesem musikalisch-szenischen Showroom, den Regisseurin Anje Thoms mit ihrem Ensemble in ein finsteres Panoptikum verwandelt. In den schrillen Bildern und der frechen Performance lauern all die Bestialitäten, die bereits Büchner vernahm. Die Gewinnerseite kennt in der Wahl ihrer Mittel keine Gnade. Sie wird an diesem Abend auch in ihrer zerstörerischen Lust vorgeführt, wie sie ihre Opfer mit Genuss erniedrigt und das als Erfolg feiert. So wie auf der Drehbühne die Bilder rotieren, so gruselig und bizarr, frech und obszön, sind sie oft zum Fürchten und machen dann in schmerzlicher Wirkung tief traurig.

Das geht unter die Haut

Leicht schräg, endlos traurig und mit einer völlig neuen Perspektive. Der „Woyzeck“ am Deutschen Theater Göttingen geht unter die Haut. Dabei ist die Inszenierung von Antje Thoms nicht nur beeindruckend, sondern nötiger denn je. Die Vorlage von Büchner hat schon sehr die Frage nach Macht und Abhängigkeit gestellt. Mit dieser Aufführung macht Antje Thoms deutlich, dass dieses immer wieder getan werden muss. Das ist in Zeiten, in denen Friede, Freude, Eierkuchen zur Maxime geworden sind und in denen Antagonismen hinter dem Scheinwerferlicht verschwinden, um so wichtiger. Thoms hat den militärischen Hintergrund entfernt und das Stück in die banale Welt des Rockbiz verlegt. Bei aller Kumpelhaftigkeit ist auch dieses von steilen Machtgefügen geprägt. Als Gaffaboy steht Woyzeck ganz unten in der Hierarchie.  Marco Matthes in der Rolle des Hauptmanns weckt Assoziationen zu jenem legendären Colonel Tom Parker und Andreas Jeßing wirkt als Doktor wie das Alter Ego von Iggy Pop. Das ändert alles nichts an der Grausamkeit der beiden und so ist es nur konsequent, dass beide als Kumpel agieren. Kristallisationspunkt dieser Inszenierung ist immer wieder die Band, alles dreht sich um die Bloody Blades. Die Musik ist schleppend  und fügt sich kongenial in die düstere Grundstimmung ein. Woyzeck kriecht zwischen den Musikern hin und her, richtet Mikro-Ständer und klebt Kabel ab. Er ist ganz unten. Im Final wird dieses Gaffa, dieses Klebeband, zu seiner Waffe gegen Marie. Volker Muthmann brilliert mit Eindringlichkeit. Sein Woyzeck schwankt zwischen Resignation und Wahn. Den Kopf stets gesenkt, die Schultern im Hänge-Modus und die Stimme stets im Moll. Seine Schicksalsergebenheit erreicht Dimensionen, die schmerzen. Die Bühne dreht sich und zeigt ein Zimmer mit viel Hartz-IV-Charme, das nichts mit Glimmer und Glanz zu tun hat. Hier treffen Marie und Woyzeck aufeinander und ihre Hilflosigkeit und Entfremdung ist ihnen sofort anzumerken. Ihre Träume sind zerplatzt und nur noch selten glimmt in dieser Vorstellung das Feuer der erloschenen Lieben. Sie haben sich nichts mehr zu sagen, auch deswegen, weil Woyzeck nicht artikulieren kann, was ihn umtreibt. Die Aussage ist eindeutig: Armut verarmt auch seelisch und Abhängigkeiten zerstören Beziehungen. Angst essen Seelen auf, nannte das Fassbinder das mal. Damit stellt sich die Regisseurin Antje Thoms gegen die vorherrschende Harmoniesucht. Dann tritt das Kind auf. Es ist gekleidet wie sein Vater, ihm droht das gleiche Schicksal wie Woyzeck. Thoms hat das Gewicht ein weiteres Mal verschoben. Das Kind bleibt zwar namenlos, wird aber zum Gegenpol der lieblosen Welt. Es pflegt eine innige Beziehung zum Vater, aber um ihn auf den Weg in den Abgrund zu retten, dazu ist es zu schwach. Es bleibt halt ein Kind. Immer wieder versucht das Kind die Erinnerung an harmonische Zeiten zu beleben. Es trägt dem Vater die Geige hinterher und der spielt. Dann ist es ganz still auf der Bühne und im Publikum. Das sind die eindringlichsten Momente in dieser Freak-Show. Sie drücken den Kloß im Hals nach oben und machen die Augen feucht. Kein Vater mehr, keine Mutter mehr. Am Ende ist das Kind der wahre Verlierer. Armut zerstört Zukunft. Aber Woyzeck kann nicht gewinnen. Er spielt Volkslieder und die anderen Rock’n’Roll. Deswegen nimmt die Inszenierung nach jeder stillen Szene noch einmal deutlich an Fahrt auf. Dann dreht sich die Bühne wieder und jedes Mal quietscht sie wie ein altes Karussell. Die Show muss weiter gehen. Mit dieser Inszenierung ist Antje Thoms ein großer Wurf gelungen. Sie zeigt nicht nur auf eindringliche Weise Einzelschicksale sondern macht deutlich, dass man die Frage nach den Abhängigkeiten immer wieder stellen muss.

Schmutz und Musik, Demütigung und Erschöpfung

Vom Himmel, an dem Woyzeck sich später erhängen will, regnet es grünes Konfetti – ist es ein Geldregen oder doch eher einer aus Erbsen? Unter dem Gejohle des Hauptmannes führt Woyzeck Purzelbäume und Seilsprünge auf, dreht sich um die eigene Achse und putzt nebenher gehetzt die Bühne. Alle sind begeistert, nur Woyzeck nicht. Dafür hat er gar keine Zeit bei seinen vielen Gelegenheitsarbeiten. Dass die Eröffnungsszene mit ihrer marktschreierischen Präsentation eines sich zur Belustigung anderer erniedrigenden Woyzeck an die zahllosen Fernsehformate erinnert, die vor einiger Zeit einen perversen Boom erlebten und mit kaum verhohlener Faszination für das Elend die bedrückenden Existenzbedingungen von Hartz IV-Empfänger*innen und prekär Beschäftigten mehr vorführten als beleuchteten, ist wohl kein Zufall. Die ganze Inszenierung ist geprägt vom Armseligen, vom Schmutz: Der Hauptmann ist ein abgehalfterter Kerl mit Cowboyhut, der besser keine Pistole besitzen sollte, der Doktor ein tätowierter Altpunk in abgerissenen Klamotten, und selbst die Tänzer werden herumgeschubst und arbeiten sich bis zur Erschöpfung ab. Das Armselige prägt die Inszenierung, das und die Begeisterung der anderen Figuren für Woyzecks niederschmetternde Situation. Da gibt es was zu sehen, da gibt es einen, auf den eingeprügelt werden kann. Und er wehrt sich nicht einmal! Woyzeck ist sich für keine Arbeit zu schade, so lange er nur für seine Familie sorgen kann. Er ist es gewohnt, nicht einmal zum Fußvolk zu gehören, sondern zum Boden, auf dem das Fußvolk geht. Gleichzeitig flüchtet Marie sich in die Illusion eines besseren Lebens mit dem Tambourmajor, der ihr die Nähe geben kann, für die Woyzeck einfach zu erschöpft ist und der das Geld hat, das Woyzeck selbst mit seinen ganzen demütigenden Nebenjobs niemals zusammenbekäme. Für den Tambourmajor ist Marie nicht mehr als ein Zeitvertreib, aber für Woyzeck ist Marie alles, der einzige Grund, weshalb er die ganzen Demütigungen überhaupt noch erträgt. Als es schließlich zu viel wird, sieht Woyzeck nur noch einen Ausweg: nicht nur Marie stirbt, auch sein eigenes Leben beendet Woyzeck und greift damit der Verurteilung durch eine Gesellschaft vor, für die er immer nur ein handelnder Apparat ohne Innenleben war. Unterbrochen beziehungsweise begleitet wird das Elend von der Band, der die Figuren ihre Stimmen leihen, um Songs von Tom Waits zu interpretieren. Inszenierte Jette Steckel Robert Wilsons Woyzeck-Fassung am Thalia Theater in Hamburg noch mit der Musik als Ausarbeitung und Höhepunkt der Szenen, sind die musikalischen Einlagen hier Irritationsmomente: Da leidet so ein armer Hund bis aufs Blut und ganz beiläufig spielt die Band, singt Margreth, und alles ist eine große Party, egal, wie sehr die Bandmitglieder herumgescheucht werden, egal, wie sehr Andres sich als Tänzer abzappelt und egal, wie beschissen es Woyzeck geht. Besonders rührend wird es in dem Moment, in dem Woyzeck „All the World is Green“ singt, denn der Hauptmann flüstert ihm seine Textzeilen mit vorgehaltener Waffe ein. Nicht einmal mehr Woyzeck glaubt an eine heile Welt und ein gutes Ende, aber er muss wenigstens so tun, als wäre alles in Ordnung. Sein Versuch, sich die Pistole des Hauptmanns in den Mund zu stecken, um wenigstens die völlige Katastrophe zu verhindern, wird abgewehrt, und ihm bleibt nichts anderes übrig, als seinem und Maries Ende entgegenzuwanken, erschöpft und verwirrt bis in die Knochen. „Misery is the river of the world“ – das ist eine ebenso deprimierende wie wenig überraschende Feststellung. Doch dieser Göttinger Inszenierung gelingt es, vorzuführen, wie wenig Gedanken viele sich um die Niedriglöhner*innen machen, die hinter ihnen herputzen, ihre Pakete einpacken und ausliefern und sich generell aufreiben, um gerade einmal am Existenzminimum zu kratzen, ohne noch ein Leben neben der Arbeit zu haben.

Der Albtraum endet nicht

Hausregisseurin Antje Thoms bietet zusammen mit Bühnenbildnerin Ute Radler und Kostümbildnerin Mascha Schubert einen schlüssigen Bilderbogen. Es dreht sich alles um Sein und Schein, um Haben und Verlieren. Nichts scheint von Bestand, Schönheit ist vergänglich, Moral käuflich. Alle leisten sich ihren „Genuss“ auf Kosten von Woyzeck. Die prägnanteste Szene ist gleich am Anfang. Wie in einer Zirkusnummer muss Woyzeck (beängstigend authentisch: Volker Muthmann) Kunststücke machen. „Woyzeck“ ist kein Abend zum puren Genießen. Irgendwie ist es eine fremde Welt. Doch man ahnt: Wir könnten irgendwie alle in sie hineingeraten. Der Albtraum endet nicht. Oder, wie es Woyzeck sagt: „Wenn wir in den Himmel kämen, müssten wir donnern helfen.“ Betonung auf wenn.

Klassiker mit morbidem Charme

Die Inszenierung von Regisseurin Antje Thoms hat Höhepunkte zu bieten. Da ist der reibungslose Szenenwechsel, die schnelle und einfallsreiche Umkostümierung der tollen Musiker und Schauspieler und die gelungene Darstellung von Woyzecks Psychose. Die Musik ist brutal und mitfühlend zugleich, die Band schafft es glänzend, diese Stimmung zu transportieren. Insgesamt ist es eine etwas andere Inszenierung von Georg Büchners Klassiker, die zwar mit düsterer, morbider Stimmung spielt, aber auch Witz und verrückt-schrillen Charme versprüht.

Was für eine Wucht

Eher zufällig geriet ich am Freitag in Ihre Woyzeck-Inszenierung. Mir wurde vorher nur gesagt, „es ist mit Musik“. Was ich dann erlebte, war das abgefahrenste, schrägste und großartigste Theatererlebnis, das ich seit langem gesehen habe! Unglaublich, mit welcher Intensität alle Darsteller zu Werke gingen, wie präzise und unerbittlich die Band arbeitete. Was für eine fantasievolle und dichte Inszenierung, tolle Effekte – was für eine Wucht dieser Woyzeck entfaltet! Chapeau für diese phantastische Inszenierung und vielen Dank für einen unvergesslichen Theaterabend.